Geprüft werden können, alle ferromagnetischen Werkstoffe mit einer magnetischen Leitfähigkeit von µ > 100

 

Zur Gruppe der ferromagnetischen Werkstoffe zählen:

· alle Arten von Stählen und ihren Legierungen mit Ausnahme von Austeniten

· Gusseisen

Häufig wird die Magnetpulverrissprüfung (Fluxen) mit fluoreszierenden Prüfmitteln durchgeführt. Hier werden „ µ große, fluoreszenzumhüllte Eisenteilchen“ während der Magnetisierung auf den Prüfling aufgebracht. Diese feine pulverförmigen Teilchen, sind meist ferromagnetische Eisenoxide, die in einem Trägermedium wie Öl oder Wasser gemengt sind, womit sich auch feinste Haarrisse erkennen lassen.

Optische Anzeige eines Risses / einer Fehlstelle

Wann wird ein Fehler angezeigt?

Das  Auffinden von Materialtrennungen ist u.a. sehr stark von der Oberflächenstruktur des Prüflings abhängig, d.h. die Tiefe einer Fehlerstelle muss mindestens der zweifachen Rauhtiefe  entsprechen. Weiterhin kann die Fehlernachweisbarkeit durch Scheinanzeigen vermindert werden, die durch magnetische Streufelder an Oberflächenstrukturen, wie Riefen, Kratzer, Zunder usw., scharfen Querschnittsübergängen, wie Nuten, Kanten usw., oder durch magnetische Inhomogenität, wie Permeabilitätssprüngen, Magnetschrift usw., entstehen können. Die Kraft, auf die Magnetpulverteilchen ist sowohl von der Feldstärke als auch von der örtlichen Feldstärkeänderung abhängig. In manchen Fällen ist es trotz optimaler Magnetisierung kaum möglich, die für die Anzeigenbildung erforderlichen Kräfte zu erzeugen. Dies kann z.B. unter ungünstigen Bedingungen in folgenden Fällen geschehen:

 

· relativ breite Materialtrennung

· Materialtrennungen mit stark verrundeten Kanten

· flach in das Werkstück einlaufende  Materialtrennungen (Schalungen)

· mit ferromagnetischen Oxiden gefüllten Materialtrennungen

Was kann nicht mit Sicherheit gefunden werden?

Textfeld:

Was kann geprüft und gefunden werden?

Wir stellen im selbigen Schritt, mit unseren Anlagen, auch die Entmagnetisierung der eingebrachten Magnetfelder wieder sicher. Fehlstellen im Prüfling bleiben durch die sogenannte Raupenbildung, weiterhin unter UV-Licht sichtbar.

Vorteil der Fluoreszierenden-Magnetpulverprüfung auf Ölbasis ist:

 

· Das Fehlstellen einfach und schnell detektiert werden können

· Das Prüfmittel für die meisten Anwendungsgebiete nicht störend ist, da dieses unter Tageslicht nicht sichtbar ist.

· Das das Bauteil durch das Trägermedium Öl, gleich für gewisse Zeit Konserviert ist.

 

Eine optimale Risserkennung erfolgt, wenn die magnetischen Feldlinien eine Materialtrennung senkrecht durchsetzen. Der Winkel zwischen der Feldrichtung und der zu erwartenden Fehlerlage sollte jedoch 30° nicht unterschreiten.

Gefunden werden alle rissartigen Werkstofftrennungen im Oberflächen-bereich, die aufgrund ihrer Lage und Größe eine entsprechende Komponente zum magnetischen Feld aufweisen, wobei die Ausdehnungen eines Risses, d.h. Breite - Tiefe - Länge im Verhältnis 1 - 10 - 50 sein sollte. Bei Fehlerstellen und Einschlüssen unter der Werkstückoberfläche nimmt die Anzeigeempfindlichkeit mit zunehmender Tiefenlage sehr rasch ab.

Denn prüfen heißt Sich-Sicher-Sein

Auszug der Anwendungsbereiche einer Magnetpulverprüfung

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In der Oberflächenprüfung, Bauteile bis 300 mm Durchmesser und 900 mm Länge

 

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